Über die “Blumenstraße” (Ruta de las Flores) verließ ich El Salvador und besuchte Guatemalas heutige Hauptstadt Guatemala City und anschließend die ehemalige namens Antigua. Wegen der Semana Santa, der “Heiligen Woche”, wurden überall im Land gerade Prozessionszüge aufgeführt. Millionen Gläubige und Touristen strömen während dieser Zeit besonders gerne nach Antigua, um dort die schönsten und aufwendigsten Züge in ganz Mittelamerika zu sehen.
Antigua selbst ist eine vorzeigefähige koloniale Altstadt, die eine Vielzahl an bemerkenswerten Häusern und Kirchen zu bieten hat. Aufgrund der häufigen Vulkanausbrüche und Erdbeben sind teilweise nur noch verwüstete Ruinen übrig. Sightseeing und Photoshooting hieß hier für mich mit einem Pärchen aus Toronto durch kopfsteingepflasterte Straßen zu schlendern und den Flair der Stadt zu spüren. Umzingelt von Vulkanen geben die Bauwerke und Ruinen ein tolles Bild ab. Was mich störte sind das Gemenge, die zahllosen Tinnef-Verkaufsbuden und die Fastfood-Ketten, die einfach nicht in diese Stadt passen. Dabei hatte ich noch Glück, denn ich war kurz bevor die meisten Pilger und Touristen angekommen sind vor Ort. Obwohl (oder vielleicht besser weil) Antigua so ein Touristenmagnet ist, war ich zwar froh es gesehen zu haben, aber genauso froh es wieder verlassen zu können.








